Lavendeltee wird hergestellt, indem getrocknete Lavendelblüten in heißem Wasser aufgegossen werden. Der Geschmack ist floral, leicht süßlich und krautig, mit demselben aromatischen Profil, das Lavendel zu einem der bekanntesten Düfte der Welt macht. Er ist koffeinfrei und wurde über Jahrhunderte als Kräuteraufguss im gesamten Mittelmeerraum verwendet.
Nicht alle Lavendelarten eignen sich zum Tee. Die Sorte ist für Geschmack und Sicherheit entscheidend.
Englischer Lavendel (Lavandula angustifolia): Die beste Sorte für Tee. Sie hat den süßesten, blumigsten Geschmack mit geringem Kampfergehalt. Kultivare wie Munstead, Hidcote und Royal Velvet werden häufig für den kulinarischen Gebrauch angebaut. Das ist, was Sie in Ihrer Tasse haben möchten.
Französischer Lavendel (Lavandula dentata): Kräftiger und kampferhaltiger als englischer Lavendel. Im Tee kann er medizinisch und scharf schmecken. Nicht zum Trinken empfohlen, außer er wird sorgfältig mit süßeren Kräutern gemischt.
Lavandin (Lavandula x intermedia): Ein Hybrid, der hauptsächlich zur Herstellung von ätherischem Öl verwendet wird. Er enthält mehr Kampfer und weniger der süßen, blumigen Noten, die Tee angenehm machen. Nicht zum Aufbrühen geeignet.
Unser Lavendel ist die kulinarische englische Sorte, die speziell wegen ihres Geschmacks und nicht zur Duftproduktion ausgewählt wurde.
Guter Lavendeltee ist blumig und leicht süß, mit einer klaren, parfümierten Note, die markant ist, ohne aufdringlich zu wirken. Im Hintergrund schimmert ein Hauch von Minze und Rosmarin — alle drei Pflanzen sind verwandt (Familie Lamiaceae).
Wichtig ist die Dosierung. Zu viel Lavendel lässt den Tee seifig oder parfümartig schmecken. Zu wenig ergibt nur leicht duftendes heißes Wasser. Die richtige Menge ergibt eine zarte, aromatische Tasse, die wirklich angenehm zu trinken ist.
Verwenden Sie 1–2 Teelöffel getrocknete Lavendelblüten pro 200 ml Wasser. Das ist weniger als bei den meisten Kräutertees — Lavendel ist kräftig, und wenig reicht weit.
Wassertemperatur: 100°C, sprudelndes Kochen. 5–7 Minuten ziehen lassen. Während des Ziehens abdecken, um die aromatischen, flüchtigen Öle einzuschließen.
Nach 5 Minuten probieren. Wenn der Geschmack zu mild ist, lieber länger ziehen lassen, statt mehr Blüten hinzuzufügen. Schmeckt er zu blumig oder seifig, beim nächsten Mal weniger Blüten verwenden. Die gewünschte Stärke findet man meist in ein bis zwei Versuchen.
Lavendel eignet sich hervorragend als Mischzutat. Seine blumige Intensität harmoniert gut mit milderen Basiskräutern, die den Geschmack ausgleichen und abrunden.
Lavendel und Kamille: Eine klassische Abendkombination. Die Süße der Kamille mildert die blumige Schärfe des Lavendels.
Lavendel und Minze: Die Mentholfrische der Pfefferminze durchdringt den Lavendelduft und schafft eine klare, ausgewogene Mischung.
Lavendel und Zitrone: Zitronenverbene oder Zitronenmelisse bringen Helligkeit, die die blumigen Noten hervorhebt.
Lavendel und schwarzer Tee: Earl Grey mit Lavendel (manchmal als Basis für 'London Fog' bezeichnet) ist eine beliebte Kombination, bei der Bergamotte und Lavendel sich ergänzen.
Kulinarischer Lavendel ist dasselbe Produkt, das für Tee verwendet wird. Eine kleine Prise verleiht Backwaren (Shortbread, Scones, Honigkuchen), Sirupen, Limonade und sogar herzhaften Gerichten wie gebratenem Lamm oder gegrilltem Gemüse florale Komplexität.
Die Blüten vor dem Hinzufügen zu Teigen oder Massen fein mahlen. In Flüssigkeiten wie für Tee ziehen lassen und abseihen. Dasselbe Prinzip der Zurückhaltung gilt beim Kochen: Ein wenig Lavendel verleiht eine interessante Note, zu viel schmeckt seifig.
Lavendeltee ist koffeinfrei und eignet sich natürlich für den Abend. Er passt gut zu anderen beruhigenden Kräutern in einer Schlafenszeit-Mischung — Kamille, Passionsblume, Baldrian oder Zitronenmelisse lassen sich gut mit Lavendel für ein Einschlafritual kombinieren.
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